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Gartenbautag 2026

Gartenbautag 2026: Gestalten statt nur reagieren

Mitgliederversammlung, neue Impulse für den unternehmerischen Alltag und viel Zeit für persönliche Gespräche: Der Mitteldeutsche Gartenbautag am 30. September 2026 im Riverboat Leipzig verband Verbandsarbeit mit einem Blick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Gartenbaubetriebe.

 

Mitgliederversammlung und Rückblick

Der Vormittag gehörte der Mitgliederversammlung des Gartenbauverbandes Mitteldeutschland. Neben dem Rückblick auf das vergangene Verbandsjahr standen der Jahresabschluss 2025, die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, der Haushaltsplan 2027 sowie die turnusmäßigen Wahlen auf der Tagesordnung.

Frank Lehmann, Jan Gärtner und Kathrin Ziegengeist wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als neue Kassenprüferin wurde Sylvia Gräber vom Gartenbau Kinnemann & Martin in Zwenkau gewählt. Ein besonderer Dank galt Thomas Rost, der als bisheriger Kassenprüfer verabschiedet wurde.

Der Jahresrückblick zeigte einmal mehr die Bandbreite der Verbandsarbeit: von Veranstaltungen und Betriebsbesuchen über Nachwuchsarbeit und Weiterbildung bis hin zu politischen Gesprächen und der Begleitung der Betriebe bei neuen rechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

 

Drei Impulse für die betriebliche Praxis

Nach der Mittagspause standen drei ganz unterschiedliche Zukunftsthemen auf dem Programm: Unternehmensführung und persönliche Freiräume, Energiebeschaffung sowie neue Möglichkeiten der Bewässerung mit Satelliten, Sensoren und Künstlicher Intelligenz.

 

Den Auftakt – und zugleich einen besonderen Höhepunkt des Tages – machte Mitch Senf von flowplace mit seinem Vortrag:

Gestalter statt Getriebener – das Recht auf Unternehmerfreizeit

Viele Betriebsinhaber kennen das Gefühl: Der Alltag wird von Kunden, Mitarbeitern, Bürokratie und immer neuen Aufgaben bestimmt. Zeit, am Unternehmen statt nur darin zu arbeiten, bleibt kaum. Genau hier setzte Mitch Senf an.

Seine zentrale Frage war ebenso einfach wie wirkungsvoll:

„Was will ich wirklich?“

Dabei ging es nicht nur um den Betrieb, sondern auch um Gesundheit, Familie, Freunde, Freizeit und persönliche Zufriedenheit. Wer mehr Freiraum gewinnen will, muss deshalb nicht nur sein Zeitmanagement verändern, sondern auch die Organisation seines Unternehmens hinterfragen.

Wie klar ist die Ausrichtung des Betriebes? Wie wird Verantwortung verteilt? Können Mitarbeiter Entscheidungen treffen, ohne dass alles über den Chef laufen muss? Und gibt es eine gemeinsame Vorstellung davon, warum und wie man als Unternehmen arbeitet?

Mitch Senf stellte dazu sieben Bereiche einer wirksamen Organisation vor – von klarer Ausrichtung und verteilter Verantwortung über die Effektivität im Team bis zu Feedback und Konflikt.

Ein Impuls, der bei vielen Teilnehmern nachwirken dürfte: Ein Betrieb sollte nicht nur funktionieren. Er sollte seinem Unternehmer auch Raum zum Leben lassen.

Energie und Bewässerung im Blick

Anschließend zeigte Christina Kretzschmar von biddingground Deutschland, wie Unternehmen Energieangebote besser vergleichen können. Der Grundgedanke: Ein einzelnes Angebot zeigt einen Preis – erst mehrere vergleichbare Angebote zeigen den Markt.

Michael Weißflog von Aquareos Space richtete den Blick auf die Bewässerung der Zukunft. Satellitendaten, Sensoren und KI können helfen, Trockenstress frühzeitig zu erkennen und Wasser gezielter einzusetzen.

Austausch zum Abschluss

Zum Gartenbautag gehört aber auch das, was sich nicht in Tagesordnungen abbilden lässt: persönliche Gespräche und der Austausch unter Kollegen. Bei einer Bootsfahrt beziehungsweise Kaffee blieb dafür zum Abschluss ausreichend Zeit.

So endete ein Tag mit vielen unterschiedlichen Impulsen – und mit einer Frage, die vielleicht noch etwas länger im Kopf bleibt:

Bin ich in meinem Betrieb Gestalter – oder längst Getriebener?

Politischer Austausch zu aktuellen Herausforderungen im Gartenbau

Politischer Austausch zu aktuellen Herausforderungen im Gartenbau

Am 26.8.2026  fanden wichtige politische Gespräche über die aktuellen Herausforderungen des Gartenbaus statt. Im Mittelpunkt stand ein Treffen mit Oliver Schenk (CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments, und Dr. Markus Reichel (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages, beim Gartenbau Rülcker.

Mit Unterstützung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) und seines Generalsekretärs Bertram Fleischer wurden zentrale Themen der Branche erörtert. Dazu gehörten die PWR, die EmpCo-Richtlinie, der Pflanzenschutz sowie die Energieversorgung und Energiekosten.

Diese Themen bringen für den Gartenbau nicht nur zusätzlichen bürokratischen Aufwand mit sich, sondern stellen die Betriebe auch vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen. Die Verbände setzen daher den intensiven Dialog mit der Politik fort, um Verständnis für die Situation und die praktischen Anforderungen der Betriebe zu schaffen.

Das gemeinsame Anliegen ist klar: Verordnungen und Regelungen müssen so einfach wie möglich und vor allem praxistauglich umsetzbar sein. Nur so lassen sich politische Ziele erreichen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Gartenbaubetriebe durch unnötige Bürokratie und zusätzliche Belastungen zu gefährden.

Vielen Dank an Thomas Schrön, Geschäftsführer von Gartenbau Rülcker, für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit zum direkten Austausch vor Ort.

von links nach rechts:
Bertram Fleischer, Generalsekretär des ZVG; Dr. Markus Reichel, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU); Thomas Schrön, Geschäftsführer von Gartenbau Rülcker; Oliver Schenk, Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU); Tobias Muschalek, Geschäftsführer Gartenbauverband Mitteldeutschland e.V.

Frühlingsgrüße an die Staatskanzlei

Besuch beim Ministerpräsidenten

Im Rahmen eines Termins am 18. März 2026 überbrachte Viktor Pause, Vorstandsmitglied des Gartenbauverbandes Mitteldeutschland e. V., die Frühlingsgrüße der mitteldeutschen Gärtnerinnen und Gärtner an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

Neben den saisonalen Grüßen standen vor allem die aktuellen Herausforderungen der Branche im Mittelpunkt des Austauschs. Steigende Kosten – insbesondere durch Mindestlohnentwicklungen und hohe Energiepreise – setzen viele Betriebe zunehmend unter Druck. Viktor Pause betonte, dass der Gartenbau nach wie vor dringend Unterstützung benötigt, um langfristig bestehen zu können. Dabei gehe es nicht nur um wirtschaftliche Stabilität, sondern auch um den Erhalt von Regionalität und die Vielfalt in den Gärtnereien.

Als wichtige Maßnahmen wurden unter anderem die Förderprogramme für Investitionen sowie Programme zur Hofnachfolge und zur Unterstützung von Existenzgründungen hervorgehoben. Diese sollten unbedingt fortgeführt werden.

Ministerpräsident Kretschmer zeigte sich aufmerksam und unterstrich seine Wertschätzung für die Leistungen der Gärtnerinnen und Gärtner. Zudem sprach er sich dafür aus, dass auch künftig Landesgartenschauen ermöglicht und finanziell tragfähig gestaltet werden sollten.

Der Austausch machte deutlich: Der Gartenbau ist ein bedeutender Bestandteil der regionalen Wirtschaft und Kulturlandschaft – und verdient entsprechende Unterstützung für eine nachhaltige gärtnerische Zukunft.

Ein Tag voller Austausch

Ein Tag voller Austausch, Impulse und Gemeinschaft – Unser Gartenbautag 2025

Am 26. September 2025 kamen unsere Mitglieder im wunderschönen Mammutgarten zusammen – eine Kulisse, die mit ihrem besonderen Ambiente, der liebevollen Gastronomie und der beeindruckenden Anlage den perfekten Rahmen für einen gelungenen Tag bot.

Offizielle Mitgliederversammlung am Vormittag

Nach einer herzlichen Begrüßungsrunde eröffnete Frank Lehmann die Versammlung.

Im Jahresrückblicke ließ Frank Lehmann die vergangenen 12 Monate Revue passieren. Jan Gärtner berichtete vom Deutschen Gartenbautag in Berlin und gab dann den Bericht zum Haushaltsabschluss 2024. Daniel Heuschkel verlas den Bericht der Rechnungsprüfer.

Einstimmig entlasteten die Mitglieder Vorstand und Geschäftsführung.

Besonders bewegend war der Dank an die engagierten Fachgruppenvorsitzenden sowie an den Bildungsausschuss. Anschließend stellte Jan Gärtner den Haushaltsplan 2026 vor, der von den Mitgliedern ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde.

 

Impulse für die Zukunft des Gartenbaus

Am Nachmittag stand ein besonderes Highlight auf dem Programm: Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Zentralverbandes Gartenbau, hielt ihre Impulsrede „Quo vadis, Gartenbau?“.

In einer offenen Gesprächsrunde mit den Mitgliedern und zahlreichen Gästen ging es um die Zukunft der Branche, die Rolle der Verbände und die Erwartungen der Unternehmen. Der direkte Austausch war inspirierend und richtungsweisend für unsere gemeinsame Arbeit.

 

Gemeinschaft und Erlebnisse

Neben fachlichen Inhalten kam auch die Freude nicht zu kurz:

  • Ehrungen für die Gewinner des Berufswettbewerbs,
  • die Präsentation der Pflanze des Jahres 2026,
  • sowie spannende Einblicke in die Arbeit des Mammutgartens.

Am Nachmittag genossen wir Kaffee und Kuchen, gefolgt von einer eindrucksvollen Führung durch den Mammutgarten. Am Abend rundeten eine mitreißende Trommelshow, Grillbuffet und geselliges Beisammensein diesen besonderen Tag ab.

Fazit

Unsere Mitgliederversammlung war nicht nur ein organisatorischer Pflichttermin, sondern ein Tag voller Inspiration, Austausch und Gemeinschaft. Wir danken allen Beteiligten – insbesondere dem Mammutgarten-Team – für die herzliche Gastfreundschaft und allen Mitgliedern für ihr Mitwirken.

Praxisnaher Dialog für eine starke grüne Branche

Grüne Verbände im Austausch mit Sachsens neuem Agrarminister

Praxisnaher Dialog für eine starke grüne Branche

Am 4. Juni 2025 kamen Vertreter führender grüner Fachverbände im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit dem neuen Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch zu einem offenen und konstruktiven Gespräch zusammen.

Mit am Tisch saßen der BDB Landesverband Sachsen, der Obstbauverband Sachsen & Sachsen-Anhalt, der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen sowie der Gartenbauverband Mitteldeutschland. Diskutiert wurden zentrale Themen, die die grüne Branche derzeit bewegen.

Im Mittelpunkt standen unter anderem die Entwicklung einer zukunftsfähigen Wasserstrategie, eine verlässliche Gefahrenversicherung für extreme Witterungslagen sowie der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Dabei wurden sowohl die bestehenden Genehmigungsprozesse als auch der Bedarf an unabhängiger Beratung im Pflanzenschutz deutlich angesprochen.

Ein weiteres zentrales Anliegen war die Förderung von mehr Grün in Städten sowie der Erhalt von Friedhöfen als wichtige grüne Rückzugsorte. Besonders betont wurde der Wunsch nach spürbarem Bürokratieabbau – nicht nur innerhalb der Verwaltung, sondern ausdrücklich auch auf Ebene der Unternehmen, die sich häufig mit aufwendigen und praxisfernen Vorgaben konfrontiert sehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Vergabepraxis öffentlicher Aufträge: Die anwesenden Verbände sprachen sich klar dafür aus, dass Aufträge zur Herstellung und Pflege von Grünanlagen bevorzugt an qualifizierte Fachbetriebe aus Sachsen vergeben werden sollten. Ziel ist es, regionale Unternehmen zu stärken und langfristig Wertschöpfung sowie Fachkompetenz im Land zu sichern.

Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch, der selbst aus der landwirtschaftlichen Praxis stammt, zeigte großes Verständnis für die Anliegen der Branche. Trotz der angespannten Haushaltslage betonte er seine Bereitschaft, gezielt Verbesserungen anzustoßen: „Ich will so viel wie möglich bewegen.“ Die Verbände würdigten seine Offenheit und seine praxisnahe Haltung – und sehen in ihm einen wichtigen Partner für die zukünftige Entwicklung der Grünen Branche in Sachsen.

Neuer Recruiting-Film für den Gartenbau

Neuer Recruiting-Film für den Gartenbau

„Emotional in den Gartenbau eintauchen“

(ZVG) Mit einem neuen Recruiting-Film zeigt der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) die Produktvielfalt des Gartenbaus und wirbt für eine Ausbildung in der grünen Branche.

„Seien es Blumensträuße, Parks, Obst oder Gemüse – gärtnerische Produkte und gärtnerische Dienstleistungen begegnen den jungen Menschen tagtäglich und wecken positive Emotionen“, erläutert Anja Hübner, Projektkoordinatorin der Nachwuchswerbekampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ des ZVG die Grundidee des Films.

„Bei der täglichen Begegnung mit dem Gartenbau setzt der neue Film zur Berufsorientierung an und lässt die Zuschauer emotional in den Gartenbau eintauchen.“

Die Zuschauer begleiten im Film eine junge Gärtnerin auf ihrem Weg zur Arbeit. Mit dem Fahrrad begegnen ihr verschiedene Situationen, bei denen Produkte und Dienstleistungen des Gartenbaus zum Einsatz kommen. Mit einem Rückblick im Schnelldurchlauf wird der Entstehungsprozess der verkaufsfertigen Pflanzen beispielhaft eingefangen.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Gartenbau eine neue Wertschätzung erfahren. Die Zahl der Neuverträge in der Gärtnerausbildung steigt und der Gärtnerberuf ist beliebt. Doch diese erfreuliche Entwicklung reicht noch nicht aus, um den anhaltenden Fachkräftebedarf in den Betrieben zu decken.

Konzeptioniert wurde der neue Nachwuchswerbefilm vom Grünen Medienhaus (GMH), der Leadagentur der Nachwuchswerbekampagne, die seit 2013 besteht. Der ZVG wird den neuen Film im Rahmen seiner Nachwuchswerbekampagne vielseitig einsetzen. Aber auch für die einzelnen Betriebe kann der Film auf der eigenen Webseite oder den Social-Media-Kanälen genutzt werden, um für den eigenen Azubi-Nachwuchs zu werben.

Weiteres Info- und Werbematerial zur Nachwuchsgewinnung bekommen Sie auch über die Geschäftsstelle vom Gartenbauverband Mitteldeutschland e.V.